Hirntod..
..eine Diagnose kritisch betrachtet
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DIAGNOSE

Die Hirntod Diagnose..

Das gibt das Gesetz vor....

Voraussetzung..

Voraussetzung für die Diagnose des Hirntodes ist der zweifelsfreie Nachweis einer schweren primären oder sekundären Hirnschädigung.

Bei primären Hirnschädigungen ist das Gehirn selbst unmittelbar betroffen. Dazu zählen Blutungen, Durchblutungsstörungen, Tumore und Entzündungen des Hirns sowie schwere Schädel-Hirn-Verletzungen. Man unterscheidet zwischen supratentoriellen (im Bereich des Großhirns) und infratentoriellen Schädigungen (im Bereich Kleinhirn/Hirnstamm).

Sekundäre Hirnschädigungen betreffen das Gehirn mittelbar über den Stoffwechsel und können Folge beispielsweise eines Kreislaufstillstandes oder einer Vergiftung sein.

Vor Beginn der eigentlichen Diagnostik müssen außerdem alle anderen Ursachen für eine tiefe Bewusstlosigkeit des Patienten ausgeschlossen werden. Diese können unter anderem sein: Intoxikation, dämpfende Wirkung von Medikamenten, primäre Unterkühlung, Kreislaufschock, Koma bei endokriner, metabolischer oder entzündlicher Erkrankung.


Zeitpunkt..


Wenn bei einem Patienten mit akuter primärer oder sekundärer Hirnschädigung (im Verlauf der Therapie bei kontrollierter Beatmung) ein unbeeinflussbar fortschreitender Verlust der Hirnstammfunktionen mit folgenden klinischen Symptomen beobachtet wird, sollte eine Hirntodfeststellung in erwägung gezogen werden.

  • Koma
  • Pupillen weit/mittelweit,
  • fehlender Lichtreflex 
  • fehlender okulozephaler Reflex 
  • fehlender Cornealreflex 
  • fehlende Trigeminus-Schmerz-Reaktion 
  • fehlender Pharyngeal-/Trachealreflex



Untersuchung klinischer Symptome..

Wenn der zweifelsfreie Nachweis einer schweren primären oder sekundären Hirnschädigung erfolgt ist und alle anderen Ursachen ausgeschlossen wurden, kann mit der klinischen Untersuchung begonnen werden.

Sie umfasst den gleichzeitigen Nachweis

  • einer tiefen Bewusstlosigkeit (Koma)
  • des Ausfalls der Spontanatmung (Apnoe)
  • sowie des Ausfalls aller Hirnstammreflexe (Hirnstammareflexie)

Als tiefes Koma wird ein Zustand definiert, in dem der Patient jegliche hirnbedingte Reaktion auf äußere Reize vermissen lässt, keine spontanen Laute äußert oder gezielte Bewegungsabläufe hervorbringt sowie keinerlei zentrale Reaktion auch auf stärkste Schmerzreize erkennen lässt.

Der Apnoe-Test, die Prüfung des Atemstillstandes, wird als letzte klinische Untersuchung des Hirnfunktionsausfalls durchgeführt. Setzt die Eigenatmung bei einem bisher gesunden Menschen nicht ein, wenn der paCO2-Wert 60 mmHg (Kohlendioxid-Wert im arteriellen Blut) erreicht oder übersteigt, liegt ein definitiver Verlust der Fähigkeit zur Eigenatmung vor. Dabei ist eine ausreichende Sauerstoffversorgung des Patienten zu jeder Zeit des Tests zu gewährleisten.

Der Nachweis der Hirnstamm-Areflexie erfolgt durch Prüfung von fünf verschiedenen Reflexmustern, welche die Funktion des Hirnstamms auf unterschiedlichen anatomischen Ebenen repräsentieren.

Auf die einzelnen Untersuchungen dieser Reflexmuster, oder auch Kriterien genannt, gehe ich auf der Seite "Kriterien" näher ein.

Nachweis der Irreversibilität..


Abschließend muss die Irreversibilität der klinischen Ausfallsymptome nachgewiesen werden. Dies kann durch eine wiederholte klinische Untersuchung nach einem angemessenen Beobachtungszeitraum erfolgen oder durch apparative Zusatzuntersuchungen.

Ergänzende apparative Untersuchung

Apparative Untersuchungsverfahren erbringen entweder den elektrophysiologischen Nachweis des Funktionsverlusts des Gehirns oder weisen einen Stillstand der Hirndurchblutung nach.


Soweit das Gesetz, wie die Realität ausschaut können Sie hier als pdf lesen..

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